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  • Bye bye SOMA SOMA SOMA  ++++  
  • "Wir haben das SOMA getrunken; wir sind unsterblich geworden, wir haben das Licht gesehen; wir haben die Götter gefunden." (Rigveda, VIII, 48)  ++++  
Foto: David von Becker

Auf der Suche nach einer anderen Welt geht Carsten Höller im Hamburger Bahnhof dem Ursprung von Soma nach, einem mystischen Rauschtrank der indogermanischen Veden im 2. Jahrtausend vor Christus. Soma brachte den Veden Erkenntnis und Zugang zur göttlichen Sphäre und wurde in ihren Hymnen aufs Höchste gepriesen. Der pflanzliche Inhaltsstoff dieses Getränkes ist nicht zweifelsfrei überliefert; aus botanischer, ethnologischer und etymologischer Sicht spricht allerdings vieles dafür, dass es sich um den Fliegenpilz gehandelt haben könnte.

Aus diesem Sachverhalt heraus, entwickelt Carsten Höller ein Szenario zwischen Labor und Vision, vermeintlicher Objektivität und gesteigerter Subjektivität. Vor den Augen der Betrachter entfaltet sich ein raumgreifendes „lebendes Bild“; ein symmetrisches Experimentierfeld, das sich längs seiner Mittelachse in zwei Hälften teilt und im Doppelblindversuch die gewöhnlichen Welt mit dem Reich des Soma vergleicht.

Foto: David von Becker

Es ist ein Experiment, dessen Vollendung in der Vorstellung der Betrachter liegt und dessen Auswertung ihrer Beobachtungsgabe unterliegt. Auf einer pilzförmigen Plattform inmitten der Anordnung befindet sich ein Bett, in dem Gäste die Möglichkeit haben, eine Nacht im Museum zu verbringen und in die Welt des Soma einzutauchen.

Carsten Höller, Mäusespielplatz, 2010 | Foto: David von Becker